Lebensqualität trotz Amputation

Bei Kater „Bärchen“ muss der Tierarzt aufgrund eines Tumors ein Hinterbein entfernen. Eine Maßnahme, die vielen Tierbesitzern zunächst äußerst schlimm erscheint. Sie befürchten, dass ihr Tier schwer behindert sein wird und somit keine adäquate Lebensqualität mehr hat. Doch besonders Katzen sind wahre Meister im Umgang mit Behinderungen. Deshalb ist eine nötige Amputation oder gar eine Erblindung kein Grund, eine Katze einzuschläfern.

Durch schwere orthopädische oder neurologische Traumata oder Tumore kann ein solcher Eingriff vonnöten sein. Nach der Operation sind in der Anfangsphase noch hochwirksame Schmerzmittel nötig. Die operative Maßnahme ermöglicht dem Tier, schmerz- und beschwerdefrei zu sein.

In der Regel findet das Tier schnell wieder ins Leben. Dabei kommen gerade Haustiger mit ihren drei Beinen extrem gut zurecht. Das Tier muss sich auch erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Gleichgewichtsprobleme sind zu Beginn ganz normal. Schon nach zwei bis vier Wochen ist die Katze in ihrer Beweglichkeit kaum noch von dem gesunden Tier zu unterscheiden. Dem nicht informierten Beobachter fällt es sogar in der Regel gar nicht auf, dass dem Tier ein Bein fehlt.

Tierarztpraxen berichten davon, dass die Katzen sogar wieder Mäuse fangen, klettern und auf ihrem Kratzbaum sitzen – wie sie es früher getan haben. Dass eine Mieze wie Kater „Bärchen“ das Bein verlieren könnte, ist nicht selten. Möglich sind auch Autounfälle oder die Katze ist in eine verbotene Schlagfalle hineingeraten.

Innerhalb von vier Wochen war „Bärchen“ wieder munter und konnte sein Leben genießen – ein Gewinn für den Kater.

© by Presse Punkt, Anke Blum